Kinder können mit einer Zigarette süchtig werden
Kinder
und Jugendliche können laut einer US-Studie bereits nach ihrer ersten
Zigarette nikotinsüchtig werden. Bislang gingen Forscher davon aus,
dass Kinder erst ab einem Konsum von etwa zehn Zigaretten täglich
süchtig werden. Weil die Gehirne jugendlicher noch in der Entwicklung
seien, könnten sie anfälliger für Abhängigkeiten als Erwachsene sein,
heisst es. Mädchen wurden durchschnittlich innerhalb von drei Wochen zu
Suchtraucherinnen, bei Jungen dauerte es im Schnitt sechs Monate bis
zur Abhängigkeit. (sda, 29.8., 3sat, Basler Zeitung, 30.8.02)
Bundesrat will Verkauf einzelner Zigaretten verbieten
Der
Verkauf von einzelnen Zigaretten und von Päckchen mit weniger als 20
Stück an Jugendliche soll verboten werden. Der Bundesrat ist bereit,
ein entsprechendes Postulat von Nationalrat Didier Berberat zu
erfüllen. Der Verkauf einzelner Zigaretten verführe Jugendliche dazu,
mit dem Rauchen anzufangen, lautet die Argumentation. Dieses Verbot war
in der Lebensmittelverordnung enthalten, nicht aber in der
Tabakverordnung (sda, 27.8., Tribune de Genève, Blick, Le Temps, St.
Galler Tagblatt, 20 Minuten, 28.8.02)
Rauchfreie Bars
Der
Zigarettenkonsum soll in allen Bars und Restaurants von New York nach
dem Willen des Bürgermeisters Michael Bloomberg verboten werden. Das
derzeit geltende Rauchverbot für Lokale mit über 35 Sitzgelegenheiten
soll nach Angaben der Stadtverwaltung auch auf rund 13000 kleinere
Gaststätten ausgedehnt werden. Die New Yorker Verwaltung will dem
Stadtrat nächste Woche einen entsprechenden Antrag zukommen lassen. In
den US-Staaten Kalifornien und Delaware ist das absolute Rauchverbot in
Bars und Restaurants bereits eingeführt. (Berner Zeitung, 17.8.02)
Kanton Schwyz: Tabakwerbung soll im Kanton Schwyz auf öffentlichem und privatem Grund verboten werden und nur noch an entsprechenden Verkaufsstellen erlaubt sein. Dies fordert der Arther SP-Kantonsrat Andreas Marty in einem Postulat. (March Höfe Zeitung, Neue Schwyzer Zeitung, Die Südostschweiz, Neue Zuger Zeitung 10.8.)
Postulat gegen Tabak- und Alkoholwerbung
Ein Werbeverbot für Alkohol und Tabak verlangt der Ausserrhoder Kantonsrat Paul Weder, Heiden, in einem gestern eingereichten Postulat. Alkohol- und Tabakwerbung sollen in erster Linie aus Gründen des Jugendschutzes verboten werden, fordert er. (Internet-Newsletter 02.08.,St.Galler Tagblatt 03.08., Appenzeller Zeitung 05.08.)
US-Tabakindustrie übte Druck aus
Die US-Tabakindustrie hat nach dem Bericht einer medizinischen Fachzeitschrift in den 80er- und 90er-Jahren Druck auf Pharmakonzerne ausgeübt, um Werbekampagnen für Antiraucherprodukte wie Hautpflaster und Kaugummi auf Nikotinbasis einzuschränken. Dem Bericht zufolge stellte Morris 1984 vorübergehend den Kauf einer Chemikalie zur Bearbeitung von Tabakpflanzen bei Dow Chemical ein. (Berner Zeitung / Die Südostschweiz / Le Temps /pte /SDA 14.08., Teletext TSR /3sat, 24heures 15.08. Basler Zeitung, Tages Anzeiger 16.08)
New York: Zigarettenabsatz eingebrochen
Der Zigarettenabsatz in New York ist im Juli um fast 50% zurückgegangen. Grund ist eine massive Erhöhung der Tabaksteuer, die New York zum teuersten Pflaster für Raucher in den USA macht. Ob aber tatsächlich weniger geraucht wird, ist unklar. Bekannt ist, dass sich viele Raucher neuerdings im Internet mit Zigaretten eindecken oder aber in den Indianerreservaten, in denen keine Tabaksteuer erhoben wird. (TXT, SDA, Le Temps 07.08., Tagesanzeiger 08.08.)
Kreuzzug gegen Raucher in New York
New York verschärft seine Anti-Rauch-Kampagne. Jett soll das Rauchen in allen Restaurants und Bars der Stadt vollständig verboten werden, wie Bürgermeister Michael Bloomberg sagte. Raucher hätten zwar das Recht sich selbst zu töten, sagte Bloomberg. Deshalb dürften sie mit ihrem giftigen Rauch aber noch lange nicht andere töten. (SDA, TXT, Le Temps 10.08.)
Rauchen schadet Frauen mehr
Laut einer Studie schadet das Rauchen den Frauen deutlich mehr als den Männern. Demnach verdoppeln bei Frauen bereits drei Zigaretten am Tag das Risiko eines Herzinfarkts. Bei Männern sind es sechs. (SDA 15.08. ,Tages Anzeiger, NZZ, 3sat, 16.08.)
Kiffen: Welche gesundheitlichen Schäden sind zu erwarten?
Dr.med. Markus Frei, FMH, Allgemeinmedizin, Facharzt Tropenkrankheiten: Die sozialen Kosten des Nikotinkonsums werden auf etwa zehn Milliarden pro Jahr geschätzt. Betroffen sind nicht nur die Raucher und Raucherinnen selber, auch das passive Mitrauchen stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Derartige Schäden sind im Zusammenhang mit Cannabis nicht nachweisbar. Da Cannabis beim Kiffen inhaliert werden muss, ergeben sich die vom Rauchen her bekannten Schäden: Schleimhautreizungen, Bronchitis, Raucherhusten, und wenn Cannabis zusammen mit Tabak geraucht wird, kommen noch Nikotinschäden dazu.
(Neue Luzerner Zeitung 06.08.)
Internet als Plattform der Gesundheitsförderung
Unter der Adresse www.feelok.ch stossen junge Internetnutzer auf eine beachtliche Bandbreite an Tipps und Wissenswertem: Die für Jugendliche konzipierte Website bietet unter den Rubriken Rauchen, Stress, Selbstvertrauen, Internet und Sexualität nicht nur eine Vielfalt an Informationen, sondern auch Tests zur Prüfungsangst oder zur Berufswahl. (Neue Zürcher Zeitung, 12.08)
< zurück

