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Tabak-Kurznachrichten Juli 2003 
Immer mehr bekiffte Schüler
Eine bisher unveröffentlichte Studie belegt, dass 30% der Oberstufen Lehrkräfte mindestens einmal bekiffte Schülerinnen und Schüler im Unterricht hatten. Die Studie wurde von der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme bei 822 Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt. 3,3 % der Lehrer gaben an, dass mindestens einmal Schüler angetrunken im Unterricht erschienen sind. Den Konsum von Alkohol und Cannabis haben je nach Klassenstufe zwischen 6.2% und 14.5% der Lehrkräfte beobachtet. (Facts, 24.07.03)

Wettbewerb mit Rekordbeteiligung
Beachtlicher Erfolg für den Wettbewerb «Ihr Rauchstopp ist 5000 Franken wert», welcher von der Krebsliga, der Lungenliga, der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention und vom Bundesamt für Gesundheit durchgeführt wird, im Rahmen der Kampagne «Rauchen schadet – Let it be». Die Teilnehmerzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30%, insgesamt haben sich 5’342 Personen am Wettbewerb beteiligt. Nach Angaben der Institutionen lebten 46% der Personen, die sich am Wettbewerb 2001 beteiligt hatten auch elf Monate später noch rauchfrei. (Willisauer Bote, 03.07.03, Schleitheimer Bote, 03.07.03, BümplizWoche 09.07.03, Seetaler Bote, 10.07.03, Luzerner Rundschau, 10.07.03, Regional Zeitung Hinterthurgau und Umgebung, 11.07.03)

Giftstoffe aus der Wasserpfeife
Bis anhin dachten die Raucher von Wasserpfeifen, dass deren Rauch gesund sei, da das eiskalte Wasser im Bauch der Wasserpfeife, dem Rauch alle Schadstoffe nehmen würde. Untersuchungen der Universität von Jeddah und des schwedischen Nobel-Instituts für medizinische Forschung haben jedoch ergeben, dass eine Wasserpfeife etwa 18 Zigaretten entspricht. Das inhalierte Kohlenmonoxid ist höher als beim Rauch von Zigaretten, die Teerstoffe sogar 20-mal höher als bei einer normalen „Marlboro“. (Die Südostschweiz, 21.07.03, Aargauer Zeitung, 22.07.03, Solothurner Zeitung, 22.07.03, Berner Zeitung, Freiburger Nachrichten, 26.07.03)

Kein Verkauf von Tabakprodukten an unter 16-Jährige
In Frankreich hat sich das Parlament für ein Verkaufsverbot von Tabakprodukten an unter 16-Jährige ausgesprochen. Verstösst ein Tabakverkäufer gegen dieses Verbot, so muss er mit einer Busse von max. 225 Franken rechnen. Anlässlich des Weltnichtrauchertags vom 31. Mai, hatte der französische Gesundheitsminister eine Anzahl weiterer Massnahmen zur Tabakprävention vorgestellt, ohne jedoch einen Termin für deren Umsetzung festzulegen. (SDA, 10.07.03). Am 24. Juli hat auch der Senat mit der rechtsbürgerlichen Mehrheit dieser Gesetzesnovelle zugestimmt. (SDA, 24.07.03, Bote der Südostschweiz, 25.07.03)

EDI schockt mit Zigarettenpackung
Die Tabakprävention soll verstärkt und an die EU-Vorschriften angepasst werden. Die Bezeichnungen „light“ und „mild“ sollen von den Zigarettenpackungen verschwinden, Warnhinweise sollen gross geschrieben werden und Fotos von verteerten Lungen sollen auf den Zigarettenpackungen abgebildet werden. Dies sieht die vom Eidgenössische Departement des Innern (EDI) bis am 30. September in Vernehmlassung geschickte Totalrevision der Tabakverordnung von 1995 vor (persoenlich.com, 10.07.03, 20 Minuten, 11.07.03, Zuger Woche, 16.07.03). Die Tabakindustrie weißt darauf hin, dass sie nie behauptet haben, dass die Zigaretten mit der Bezeichnung „light“ oder „mild“ weniger schädlich seien als die anderen. Die Bezeichnung beziehe sich lediglich auf den Geschmack. (SDA, 10.07.03)

Warnhinweise und Deklarationen auf Zigarettenpackungen
In den EU-Mitgliedstaaten wurde der Höchstgehalt von Teer in den Zigaretten gesenkt. Neu ist auch ein Höchstgehalt für Nikotin und Kohlenmonoxid. Die Zigarettenhersteller müssen mit deutlichen Hinweisen vor den Gefahren des Rauchens warnen. Die Schweiz ist daran, ihr Tabakrecht unter Berücksichtigung der europäischen Tabakrichtlinie zu ändern. Mittels einer Totalrevision der Tabakverordnung sollen auch in der Schweiz für die Tabakprodukte strengere Anforderungen vorgeschrieben werden. Das Inkrafttreten der neuen Tabakverordnung ist frühestens auf den 1. Juli 2004 vorgesehen. (Spectra, 24.06.03)

Neue Tabakverordnung in der Vernehmlassung
Die Prävention gegen das Zigarettenrauchen soll verstärkt und die EU-Vorschriften angepasst werden. Die Bezeichnungen light und mild von den Packungen verschwinden. Das Eidgenössische Departement des Innern hat am Donnerstag eine Totalrevision der Tabakverordnung von 1995 bis zum 30. September in die Vernehmlassung geschickt. Ziel des vom Bundesrat verabschiedeten Nationalen Programms zur Tabakprävention ist eine sachliche Information der Raucherinnen und Raucher. Zu diesem Zweck müssen die Messmethoden für die Inhaltsstoffe des Tabakrauchs aktualisiert werden. (SDA, 10.07.03, der Bund, le Matin, le Temps, 11.07.03)

Rekordbeteiligung am Rauchstopp-Wettbewerb
Erfolg für den Wettbewerb „Ihr Rauchstopp ist 5000 Franken wert“: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Teilnahme um 30 Prozent auf insgesamt 5342 Raucherinnen und Raucher. Der Wettbewerb wird jährlich von vier Institutionen im Gesundheitswesen organisiert. Die Erfolgsquote ist nach ihren Angaben beachtlich. So lebten beispielsweise 46 Prozent der Personen, die sich 2001 am Wettbewerb beteiligten, auch elf Monate später rauchfrei. (SDA, 02.07.03, le Journal du Jura, le Temps, 03.07.03, St. Galler Tagblatt, 05.07.03)

Wolf im Schafspelz
Seit neustem beinhalten die Zigarettenpackungen von Philip Morris einen Beipackzettel, ähnlich demjenigen in einer Medikamentenschachtel. Zum Erstaunen der Raucherinnen und Raucher informiert Philip Morris darin über die Schädlichkeit und Inhaltsstoffe der Zigaretten und darüber, dass eine Superlight nicht besser für die Gesundheit sei als eine filterlose Zigarette. Diese Massnahme hat wohl weniger mit einem Strategiewechsel oder einer Besorgnis des Tabakmultis als mit einer neuen Marketingstrategie zu tun. Ob sich mit der vordergründig verantwortungsvollen Bewerbung der eigenen Produkte noch mehr Geld verdienen lässt, wird in den Raum gestellt. (Le Matin, 29.06.03) Die so genannten Präventionsbemühungen der Tabakindustrie bleiben zweifelhaft, denn im Vordergrund stehen stets ökonomische Motive, so Dr. Rielle vom Cipret in Genf. (Le Temps, 02.07.03, Blick, 08.07.03)




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