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Tabak-Kurznachrichten November 2005 

Kampagne gegen Werbeverbote

Mitte November startet Schweizer Werbung (SW) im Namen der „Allianz gegen Werbeverbote“ eine neue Kampagne gegen Werbeverbote. Die Kampagne will die Bürgerinnen und Bürger auf die Problematik der Werbeverbote hinweisen, durch welche zahlreiche Veranstaltungen in Zukunft infolge fehlender Sponsoringgelder nicht mehr durchgeführt werden können. Im Kanton Baselland wird momentan von der Regierung ein Gesetz ausgearbeitet, welches die Bewerbung von alkoholischen Getränken und Tabakprodukten auf öffentlichem Grund generell verbietet. Es ist dies die bisher schärfste Formulierung, betrifft sie doch neben Plakaten auch Bandenwerbung in Sportstadien, Videoprojektionen, Freilichtkinos und grossflächige Fahrzeugaufschriften. (persoenlich.ch, Online-Ausgabe: 09.11.05; persoenlich.com, Online-Ausgabe, Werbewoche: 10.11.05).

Schweiz: Zigarettenverkauf um 10% zurückgegangen

In diesem Jahr ist der Zigarettenverkauf um 10% zurückgegangen. Davon dürften vor allem die bekannten Marken betroffen sein. Fritz Weber von der Sektion Tabak- und Bierbesteuerung der Oberzolldirektion bestätigte im Mittagsjournal von Radio DRS, dass Billigmarken zugelegt haben. Der positive Effekt der Verteuerung wird durch Billigzigaretten und Selbstgedrehte somit teilweise wieder aufgehoben. Der Bund denkt deshalb über die Einführung eines Mindestverkaufspreises bei der gegenwärtigen Revision des Tabaksteuergesetzes nach. Laut einem Rechtsgutachten des Bundesamtes für Justiz sind gesetzlich festgelegte Preisvorgaben jedoch verfassungswidrig. Auch das BAG beurteilt Mindestpreise für Zigaretten skeptisch. Vor allem Jugendliche seien empfindlich auf erhöhte Zigarettenpreise. Gesundheitspolitisch hätten Mindestverkaufspreise jedoch praktisch keine Wirkung. (sda/ats, 24 Heures, Online-Ausgabe, AWP-News, Online-Ausgabe, Bluwin, Online-Ausgabe, Cash.ch, Online-Ausgabe, news.ch, Online-Ausgabe, zisch.ch, Online-Ausgabe: 18.11.05; 20 Minuten, Online-Ausgabe, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Der Bund, Die Südostschweiz, Online-Ausgabe, edicom.ch, Online-Ausgabe, espace.ch, Online-Ausgabe, Le Matin, Le Temps, SF DRS, Online-Ausgabe, swisscontentcorp., Online-Ausgabe, TagesAnzeiger, Online-Ausgabe, tiscali.internet, Online-Ausgabe, T-Online, Online-Ausgabe, tsr.ch, Online-Ausgabe: 19.11.05; Blick, NZZ: 22.11.05).

Rauchfreie Restaurants in Irland ein Erfolg

Seit März 2004 herrscht in Irland ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz. Das Verbot gilt somit auch in allen irischen Pubs und Nachtclubs. Überraschenderweise verzeichnen die Pubs seit der Einführung des generellen Rauchverbots gar mehr Besucher als zuvor, da offensichtlich der grosse Anteil der Nichtraucher, welche nicht mehr in die Kneipe gingen, vergessen wurde. Viele Stimmen weisen positiv auf die neu geschaffenen sozialen Zonen vor den Pubs und in den vorgesehenen Raucherräumen hin.
(Revue médicale Suisse: 16.11.05; St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe: 22.11.05).

Auch geringer Tabakkonsum schadet der Gesundheit

Einer norwegischen Studie zufolge steigern schon eine bis vier Zigaretten pro Tag das Risiko für Herzerkrankungen und Lungekrebs um fast das Dreifache. Frauen sind dabei noch gefährdeter als Männer. Die Forscher aus Oslo untersuchten nach einem Bericht der Zeitschrift „Tobacco Control“ Gesundheit und Mortalität von fast 43'000 Männern und Frauen im Zeitraum von fast 30 Jahren. (Die Südostschweiz: 04.11.05; Bluwin, Online-Ausgabe: 21.11.05).

Studie zu rauchenden Müttern

Aus einer neuen Studie des Instituts für Sozial- und Präventionsmedizin der Universität Lausanne geht hervor, dass rauchen während der Mutterschaft einen signifikanten Einfluss sowohl auf Untergewicht bei Neugeborenen sowie auf das Phänomen der Frühgeburt hat. (Swiss Medical Weekly: 02.11.05).

BAT ändert Preis-Strategie

Die Tabakindustrie beklagt für das laufende Jahr Einbussen von zehn Prozent. Der Rückgang wird mit den steuerbedingten höheren Verkaufspreisen sowie mit dem zunehmenden Erfolg von Billigmarken und Schnitttabak begründet. Nun geht die Firma British American Tobacco (BAT), welche hier zu Lande mit einem Marktanteil von 45 Prozent die Nummer zwei ist, in die Offensive und ändert ihre Preisstrategie: Die Firma hat die Preise von drei Marken erhöht und im Gegenzug diejenigen von zwei gesenkt. So kostet jetzt ein Box-Päckchen Parisienne – nach Marlboro die zweitbeliebteste Marke – „nur“ noch 5.60 Franken und damit 20 Rappen weniger als vorher und 10 Rappen weniger als das „Soft“-Päckchen. (Cash, Le Matin: 24.11.05).


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