Tabak-Kurznachrichten Januar 2006
Zigaretten in der Schweiz wieder billiger
Die Konkurrenz durch Billigmarken hat bei Philip Morris Schweiz und British American Tobacco (BAT) Preissenkungen für einzelne Sorten von Markenzigaretten ausgelöst. Die Erhöhung der Tabaksteuer von 50 Rappen pro Schachtel Ende 2004 habe einen Trend zur billigeren Zigarette oder gar zum Verzicht auf das Rauchen ausgelöst, bestätigt der Pressesprecher von Philip Morris Schweiz. Dem für die Tabakprävention zuständigen Bundesamt für Gesundheit (BAG) bereiten die tieferen Preise Sorgen. Jede Preissenkung mache das toxische Produkt attraktiver, gerade für Jugendliche, lässt Philippe Vallat, Leiter des nationalen Programms für Tabakprävention, verlauten und fordert, dass der Bundesrat die Tabaksteuer wieder erhöhe. (sda/ats, Cash, Online-Ausgabe, search.ch, Online-Ausgabe, SF DRS, Online-Ausgabe, swissinfo, Online-Ausgabe, tsr.ch, Online-Ausgabe, Zisch, Online-Ausgabe: 17.01.06; 20 Minuten, Aargauer Zeitung, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Online-Ausgabe, Blick, Bluwin, Online-Ausgabe, Corriere del Ticino, Die Südostschweiz, espace.ch, Online-Ausgabe, Freiburger Nachrichten, google.ch, Online-Ausgabe, Le Matin Bleu, Le Temps, Neue Luzerner Zeitung, NZZ, St. Galler Tagblatt, TagesAnzeiger, Teletext SF1, TSI, TSR, T-Online, Online-Ausgabe, Zürcher Unterländer: 18.01.06; Der Bund: 19.01.06; Sonntagszeitung: 22.01.06; Gewerbezeitung: 27.01.06).Italien: positive Bilanz nach einem Jahr rauchfreier öffentlicher Räume
Ein Jahr nach Einführung des strikten Rauchverbots in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen haben über 500'000 Italiener das Rauchen aufgegeben. Zugleich sei der Zigarettenverkauf um fast sechs Prozent zurückgegangen, teilt das Gesundheitsministerium in Rom mit. Auch habe man deutlich weniger Herzinfarkte verzeichnet. Italienische Zeitungen berichten, das strikte Rauchverbot in Restaurants, Pizzerien und anderen Lokalen werde trotz anfänglichen Bedenken überwiegend eingehalten. (sda/ats, google.ch, Online-Ausgabe, St. Galler Tagblatt, Teletext Tele Züri: 11.01.06; 20 Minuten, Basler Zeitung, Corriere del Ticino, Der Bund, Le Matin Bleu, Le Temps: 12.01.06; La Pagina: 18.01.06).Spanien: strenges Gesetz zu rauchfreien öffentlichen Räumen in Kraft
Am 1.1. 2006 ist in Spanien ein weit reichendes Rauchverbot in Kraft getreten. Ab sofort ist das Rauchen am Arbeitsplatz, in Bürogebäuden, kulturellen Einrichtungen, Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln untersagt. Bars und Restaurants mit mehr als 100 Quadratmetern Fläche müssen getrennte Bereiche für Raucher und Nichtraucher einrichten. Kleinere Lokale können selbst darüber entscheiden, ob das Rauchen gestattet bleibt. Verboten wurde auch der Verkauf von Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass die Zahl der Raucher in fünf Jahren um mindestens zehn Prozent zurückgeht. (sda/ats, Blick, Online-Ausgabe, Bluwin, Online-Ausgabe, Cash, Online-Ausgabe, edicom.ch Online-Ausgabe, espace.ch, Online-Ausgabe, Nachrichten.ch, Online-Ausgabe, TagesAnzeiger, Online-Ausgabe, Zisch, Online-Ausgabe: 01.01.06; 20 Minuten, Online-Ausgabe, Le Matin, Yahoo: 02.01.06; Aargauer Zeitung, Berner Zeitung, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Temps: 03.01.06, 20 Minuten, Online-Ausgabe: 04.01.06; Gastro Journal: 12.01.06; Gastro Journal: 19.01.06).Rauchfreie Zonen oft mit Tabakrauch verschmutzt
Kassensturz hat mit einem speziellen Messgerät die Rauchpartikel-Belastung in Restaurants mit getrennten Raucher- und Nichtraucherzonen gemessen. Die für die Nichtraucher vorteilhafteste Lösung, also die Räume mit der niedrigsten Belastung, sind Lokale, in denen separat abgetrennte Raucher- und Nichtraucherräume existierten. Lokale, in denen Raucher und Nichtraucher im selben Raum in getrennten Ecken sassen, erwiesen sich als problematisch. Die Werte waren über dem Grenzwert, die Spielecke für Kinder im selben Raum skandalös. Es stellt sich allerdings heraus, dass Werte unter dem Grenzwert von 50 Mikrogramm Rauchpartikel pro Kubikmeter sowohl in getrennten Räumlichkeiten für Raucher und Nichtraucher sowie auch in nicht getrennten Räumlichkeiten erreicht werden können. Als zentrale Faktoren, die zu diesen tiefen Werten führen, wurden hohe Räume sowie ein gutes Lüftungssystem identifiziert. (Kassensturz: 03.01.06).US-Markt wird mit aromatisierten Zigaretten überschwemmt
Amerikanische Zigarettenhersteller haben neue, aromatisierte Zigaretten mit Geschmacksrichtungen wie „Pfefferminze“, „Zitrone“ oder „Schokolade“ auf den US-Markt gebracht. Forscher der Harvard School of Public Health in Boston konnten nachweisen, dass die Hersteller die neuen Zigarettenmarken absichtlich an Jugendliche vermarkten, indem sie farbige, modische Packungen verwenden und die vorliebe für Süssigkeiten ausnützen. Die Zigarettenhersteller setzten sich damit über ihre Zusicherung von 1998 hinweg. Damals unterzeichneten die fünf grössten Tabakkonzerne ein Abkommen mit den US-Bundesstaaten, in welchem sich die Konzerne unter anderem verpflichteten, bei Jugendlichen nicht mehr für Tabakwaren zu werben. (Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung: 03.01.06).zurück

