Schutz vor Passivrauchen: Berner Parlament wartet nationale Lösung ab
Nachdem die vorberatende Kommission und der Regierungsrat übereingekommen sind, über das Passivrauchen im Rahmen der Revision des Gastgewerbegesetztes zu diskutieren, hat sich ihnen der Grosse Rat nun angeschlossen. Nach einer emotional geführten Debatte entschied der Bernische Grosse Rat mit knapper Mehrheit, mit der Debatte zum Rauchverbot in Restaurants, Bars und Pubs zuzuwarten, bis der Bund über eine gesamtschweizerische Regelung entschieden hat. (espace.ch, Online-Ausgabe, Radio Capital FM, Radio DRS: 21.11.07; 20 Minuten, Berner Rundschau, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, punkt.ch: 22.11.07).
Appenzell Ausserrhoden: Stimmvolk für umfassenden Schutz vor Passivrauchen
Das Ausserrhoder Stimmvolk hat am 25. November an der Urne das totalrevidierte Gesundheitsgesetz angenommen. Der Vorlage haben 55 Prozent der Stimmberechtigten zugestimmt. In der Stichfrage fiel der Entscheid auf die Variante «mit Schutz vor Passivrauchen in Gastro-Betrieben». Somit wird das Rauchen in Appenzell Ausserrhoden ab 1. Januar 2008 in öffentlich zugänglichen Räumen verboten, Restaurants inklusive. In Restaurants können getrennte Raucherräume, sogenannte «Fumoirs», eingerichtet werden. Im revidierten Gesundheitsgesetz ist ausserdem ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol enthalten. Die Stimmbeteiligung lag bei 46 Prozent. (sda/ats, ap, Bluewin, Online-Ausgabe, Cash, Online-Ausgabe, espace.ch, Online-Ausgabe, heute, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, leaderonline, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, Le Nouvelliste, Online-Ausgabe, punkt.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Top, RSI, SF, Tribune de Genève, Online-Ausgabe, TSI, Volksblatt, Online-Ausgabe, Werdenberger & Obertoggenburger, zisch, Online-Ausgabe: 25.11.07; 20 Minuten, 20 Minutes, Aargauer Zeitung, appenzell24.ch, Online-Ausgabe, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Blick, Corriere del Ticino, Die Südostschweiz, Giornale del Popolo, La Côte, Online-Ausgabe, La Regione Ticino, Le Matin, Le Matin Bleu, nachrichten.ch, Online-Ausgabe, news.ch, Online-Ausgabe, NZZ, Radio DRS, Sonntag, Online-Ausgabe, St.Galler Tagblatt, Tages-Anzeiger, Teletext SF/TSI/TSR, Zürcher Oberländer, Online-Ausgabe: 26.11.07; Appenzeller Zeitung, Die Südostschweiz: 27.11.07; Gastro Journal, Hotel Revue: 29.11.07).Bündner Stimmvolk für umfassenden Schutz vor Passivrauchen
Nachdem der Verein «Tabakfreunde Engadin» das Referendum gegen das revidierte Gesundheitsgesetz ergriffen hatte, hat das Bündner Stimmvolk dieses am 25. November an der Urne mit 74,9 Prozent Ja-Stimmen nun doch klar angenommen. Somit darf ab März 2008 in öffentlich zugänglichen Räumen, Restaurants inklusive, nicht mehr geraucht werden. Das Einrichten von getrennten Raucherräumen, sogenannten «Fumoirs», ist erlaubt. Zudem soll in allen Anlagen für Jugendliche ein generelles Rauchverbot eingeführt werden. (sda/ats, ap, Bluewin, Online-Ausgabe, Cash, Online-Ausgabe, espace.ch, Online-Ausgabe, heute, Online-Ausgabe, leaderonline, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, Le Nouvelliste, Online-Ausgabe, link-gr, Online-Ausgabe, punkt.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Top, RSI, SF, Tages-Anzeiger, Online-Ausgabe, Tribune de Genève, Online-Ausgabe, TSI, Volksblatt, Online-Ausgabe, Werdenberger & Obertoggenburger, zisch, Online-Ausgabe: 25.11.07; 20 Minuten, 20 Minutes, Aargauer Zeitung, appenzell24.ch, Online-Ausgabe, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Blick, Corriere del Ticino, Die Südostschweiz, Giornale del Popolo, La Côte, Online-Ausgabe, La Quottidiana, La Regione Ticino, Le Matin, Le Matin Bleu, nachrichten.ch, Online-Ausgabe, news.ch, Online-Ausgabe, NZZ, Radio DRS, Sonntag, Online-Ausgabe, St.Galler Tagblatt, Tages-Anzeiger, Teletext SF/TSI/TSR, Zürcher Oberländer, Online-Ausgabe: 26.11.07; Die Südostschweiz, La Quotidiana: 27.11.07; Gastro Journal, Hotel Revue: 29.11.07).Schutz vor Passivrauchen in Restaurants: Glarner Regierung will nationale Lösung abwarten
Im Kanton Glarus wird in den Räumen der kantonalen Verwaltung und in kantonalen Anstalten das Rauchen verboten. In separaten Raucherräumen darf weiterhin geraucht werden. Der Glarner Regierungsrat hat eine entsprechende Weisung erlassen. Zum Thema Passivrauchschutz sind in Glarus zwei Memorialsanträge hängig. Der im Frühjahr 2006 eingereichte Memorialsantrag eines Bürgers, der ein grundsätzliches Rauchverbot in Gastbetrieben verlangt, muss gemäss Kantonsverfassung der Landsgemeinde 2008 vorgelegt werden. Der zweite, von Gastro Glarnerland im Mai 2007 eingereichte Memorialsantrag, der den Schutz vor Passivrauchen auf alle öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten ausdehnen will, für Gastrobetriebe jedoch Ausnahmeregelungen vorsieht, muss erst an der Landsgemeinde 2009 behandelt werden. In Hinblick auf eine absehbare Regelung zum Schutz vor Passivrauchen auf Bundesebene hat nun der Regierungsrat dem Landrat beantragt, den auf den Landtag 2008 traktandierten Memorialsantrag zu verschieben. (sda/ats, Bluewin, Online-Ausgabe, glaurs24.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS: 20.11.07; Tages-Anzeiger: 21.11.07).St.Gallen: Restaurants doch bald rauchfrei?
Das St.Galler Parlament hat im IX. Nachtrag zum Gesundheitsgesetz mit 87 zu 76 Stimmen ein grundsätzliches Rauchverbot in öffentlichen Räumen beschlossen. Das Rauchverbot gilt für Restaurants, für die Verwaltung, für Spitäler, Schulen und Heime, Museen, Theater, Kinos und geschlossene Sportstätten ebenso wie für Einkaufsgeschäfte und Shoppingzentren. In Restaurants, aber auch in den übrigen öffentlichen Räumen, können getrennte Raucherräume, sogenannte «Fumoirs», eingerichtet werden. Nach einer Übergangsfrist von drei Jahren müssen diese über eine separate Lüftung verfügen. Die Gemeinden dürfen zudem «Raucherrestaurants» bewilligen, die als solche bezeichnet werden müssen. Auch an Sonderanlässen, die nur in einem Raum stattfinden – etwa an Messen – sind Ausnahmen möglich. (sda/ats, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Bieler Tagblatt, Online-Ausgabe, Nachrichten.ch, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Sonntag, Online-Ausgabe, stadt24.ch, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Online-Ausgabe, Volksblatt, Online-Ausgabe, Werdenberger & Obertoggenburger, Online-Ausgabe, zisch, Online-Ausgabe: 27.11.07; 20 Minuten, Die Südostschweiz, news.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Top, Rheintalische Volkszeitung, Sarganserländer, St.Galler Tagblatt, Toggenburger Tagblatt, Wiler Zeitung: 28.11.07; Hotel Revue: 29.11.07).Tessiner Wirte machen positive Erfahrungen mit dem Rauchverbot
Nach der Einführung des Rauchverbots im April hätten die Wirte Einbussen gehabt, sagte Gabriele Beltrami von Gastro Ticino auf Anfrage der SDA. Mittlerweile sei die Situation aber gleich wie zuvor. «Die Leute haben sich ans Rauchverbot gewöhnt», zog Beltrami Bilanz. Für die italienischen Gäste habe es ohnehin kein Problem dargestellt, weil Italien schon seit längerem ein Rauchverbot in Restaurants kenne. Mit der Situation arrangiert hätten sich auch die Wirte, erklärte Beltrami. Zwischen 20 bis 25 Restaurants hätten abgetrennte Fumoirs eingerichtet. Andere Gaststätten stellten den Rauchern seit Beginn der kalten Jahreszeit beheizte Zelte zur Verfügung. (sda/ats, 20 Minuten, Punkt.ch: 26.11.07; Berner Zeitung, espace.ch, Online-Ausgabe: 27.11.07).Thurgau: Initiative «Schutz vor Passivrauchen» Zustande gekommen
Die Lungenliga Thurgau hat für eine Volksinitiative, die zum Schutz vor Passivrauchen rauchfreie öffentliche Räume und Restaurants fordert, 7’057 Unterschriften gesammelt und diese der Regierungskanzlei übergeben. 4’000 Unterschriften wären nötig gewesen. Das Initiativkomitee um Jörg Cadisch, Präsident der Lungenliga Thurgau, erwartet nun von der Regierung, dass das Volksbegehren so rasch wie möglich dem Kantonsparlament vorgelegt werde. Man dürfe nicht auf ein Gesetz aus Bern warten. Eine repräsentative Umfrage im Thurgau habe ergeben, dass 73 Prozent der Bürger öffentliche rauchfreie Zonen befürworten. (Radio DRS: 02.11.07; Thurgauer Zeitung: 03.11.07; St.Galler Tagblatt: 05.11.07; Radio DRS: 27.11.07; St.Galler Tagblatt, Thurgauer Zeitung: 28.11.07).Italien: Schutz vor Passivrauchen in öffentlichen Parks
Die italienischen Städte Neapel und Verona haben im November ein Rauchverbot in öffentlichen Parks, bei Demonstrationen und Kulturveranstaltungen eingeführt, wenn Kinder unter 12 Jahren, schwangere Frauen oder stillende Mütter in der Nähe sind. Bei Verstössen drohen Geldstrafen zwischen 27 und 500 Euro. (sda/ats, 20 Minuten, Aargauer Zeitung, Le Matin, Neue Luzerner Zeitung, Thurgauer Zeitung: 19.11.07; Le Matin Bleu, punkt.ch, Radio Energy, Radio Sunshine, Tribune de Genève, zisch, Online-Ausgabe: 20.11.07; Le Matin, NZZ, search.,ch, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger: 21.11.07; expresso: 27.11.07).Proteste gegen Schutz vor Passivrauchen in Frankreich
In Hinblick auf die Einführung des Schutzes vor Passivrauchen in französischen Bars und Restaurants auf den ersten Januar 2008 sind in Paris mehrere Tausend Tabakverkäufer auf die Strasse gegangen. Die Demonstranten, viele davon Betreiber der traditionellen Verkaufsstellen, befürchten starke Umsatzeinbussen durch das Rauchverbot. Die Tabakverkäufer fordern weniger strenge Auflagen. So soll es möglich sein, Räume mit Dunstabzug einzurichten, die dafür aber nicht so streng abgeschirmt werden. Kleinere Verkaufsstellen auf dem Land sollen selbst entscheiden können, ob sie das Rauchen verbieten wollen. Verhandlungen mit Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot hatten jedoch kein Ergebnis gebracht. (sda/ats, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Heute, Online-Ausgabe, Le Matin, Online-Ausgabe, punkt.ch, Online-Ausgabe, Sonntag, Online-Ausgabe, Volksblatt, Online-Ausgabe: 21.11.07; Bluewin, Online-Ausgabe: 22.11.07).Rauchen fördert Potenzprobleme
Forscher der Universität New Orleans konnten nachweisen, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein höheres Risiko aufweisen, an erektiler Dysfunktion zu erkranken. Je mehr Zigaretten ein Mann raucht, desto eher besteht die Gefahr, dass er im Laufe seines Lebens an Erektionsstörungen leidet. Die Untersuchung von 7’600 chinesischen Männern im Alter von 35 bis 74 Jahren ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Zigarettenkonsum und Potenzproblemen. (Drogistenstern: 01.11.07).Rauchen erhöht Risiko für Schuppenflechten
Raucher leiden häufiger unter einer Schuppenflechte – auch Psoriasis genannt – als Nichtraucher. Das Risiko für die Hauterkrankung nimmt jedoch ab, sobald die Betroffenen mit dem Rauchen aufhören. Dies fanden Forscher der Harvard Medical School bei einer Beobachtungsstudie mit 78'000 Frauen im Alter zwischen 25 und 42 Jahren heraus. (heute, Online-Ausgabe: 02.11.07; Sprechzimmer, Online-Ausgabe: 07.11.07; SonntagsZeitung: 11.11.07).Erfolgreiches «Experiment Nichtrauchen» 2007/2008
Bei der achten Ausgabe des Schülerwettbewerbs «Experiment Nichtrauchen» haben sich 3'629 Schulklassen – ein Fünftel aller Schülerinnen und Schüler des 6. bis 9. Schuljahrs – aus der ganzen Schweiz angemeldet und sich verpflichtet, während sechs Monaten nicht zu rauchen. Das sind 737 Klassen mehr als letztes Jahr, wie die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention mitteilt. Unter den Klassen, die bis zum Schluss durchhalten, werden Reisegutscheine verlost. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Einstieg ins Rauchen zu verhindern – oder zumindest hinauszuzögern. «Experiment Nichtrauchen» wird von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention und kantonalen Gesundheitsfachstellen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit organisiert. (sda/ats, ap, 24 Heures, Bluewin, Online-Ausgabe, Google, Online-Ausgabe, heute, highspeed.ch, Online-Ausgabe, La Liberté, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Nouvelliste, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, NZZ, Online-Ausgabe, Radio DRS, Tribune de Genvève, Online-Ausgabe: 19.11.07; 20 Minuten, Basellandschaftliche Zeitung, Basler Zeitung, Bieler Tagblatt, Blick, Der Bund, Höfner Tagblatt, Le Matin, Le Matin Bleu, March Anzeiger, Neue Luzerner Zeitung, punkt.ch, rro.ch, Online-Ausgabe, rtn.ch, Online-Ausgabe, Sprechzimmer, Online-Ausgabe, swissinfo, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Walliser Bote: 20.11.07; toppharm, Online-Ausgabe, Urner Wochenblatt: 21.11.07; Appenzeller Volksfreund, Appenzeller Zeitung: 24.11.07).Jugendliche sind für fairen und sauberen Sport
Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat im Auftrag von Swiss Olympic das Programm «cool and clean» evaluiert. Das grösste Schweizer Präventionsprogramm im Sport will Jugendliche zu Leistung und Fairplay motivieren und dem Missbrauch von Tabak, Alkohol und Cannabis vorbeugen. 80 Prozent der rund 41'000 Jugendlichen im Breitensport sowie der 4'500 Nachwuchssportler/innen, die bei «cool and clean» angemeldet waren, finden, dass das Präventionsprogramm wichtig sei. Sie haben fünf Vereinbarungen, sogenannte «Commitments», unterschrieben. Die Analyse der SFA zeigt weiter, dass Jugendliche, die sich mit dem Präventionsprogramm identifizieren, weniger rauchen und trinken. «cool and clean» wird durch den Tabakpräventionsfons finanziert. (sda/ats, Presse Portal, sfa-ispa.ch, Online-Ausgabe: 19.11.07; 20 Minutes, Sprechzimmer, Online-Ausgabe: 20.11.07).Altria übernimmt Zigarrenhersteller
Der US-Tabakkonzern Altria kauft für 2,9 Milliarden Dollar den Zigarrenhersteller John Middleton. Der Kauf des Unternehmens der Bradford Holdings gehöre zur Strategie, in den USA auf Geschäftsfelder ausserhalb der Zigarettenproduktion zu expandieren, teilte Altria mit. Abzüglich Steuervergünstigungen betrage der Preis 2,2 Milliarden Dollar. (swissquote, Online-Ausgabe: 01.11.07; Aargauer Zeitung, Cash daily, Le Temps, NZZ, Tages-Anzeiger: 02.11.07).

