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Tabak-Kurznachrichten Februar 2008 

Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen in der SGK-S

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) hat Mitte Februar über einen Bundesgesetzesentwurf zum Schutz vor Passivrauchen beraten. Die Vorlage, die von der Kommission mit vier zu drei Stimmen bei drei Enthaltungen verabschiedet wurde, ist gegenüber dem Nationalratsentwurf leicht abgeändert worden. So sollen die Kantone strengere Rauchverbote als der Bund aussprechen dürfen. Bediente Fumoirs sollen aber möglich sein, wenn die Arbeitnehmer, die das Fumoir bedienen sollen, ihr Einverständnis dazu geben. Im März berät der Ständerat die Vorlage im Plenum. (sda/ats, ap, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Radio 24, Radio Capital FM, Radio Central, Radio DRS/RSR, Radio Sunshine, Radio Top, Radio Zürisee, swisscontentcorp. Online-Ausgabe, Tribune de Genève, Online-Ausgabe, TSR: 19.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Aargauer Zeitung, Basellandschaftliche Zeitung, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Der Bund, Die Südostschweiz, La Liberté, Le Matin, Le Temps, Neue Luzerner Zeitung, News, NZZ, parlament.ch, Online-Ausgabe, Schaffhauser Nachrichten, Online-Ausgabe, Solothurner Zeitung, Sprechzimmer, Online-Ausgabe, St.Galler Tagblatt, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Teletext SF/TSI/TSR, Teletext Tele Züri, T-Online, Online-Ausgabe, Zürichsee-Zeitung: 20.02.2008; GastroJournal, Le Nouvelliste, Online-Ausgabe: 21.02.2008; Google, Online-Ausgabe, Radio Capital FM, Radio DRS, RSI, RZ Oberwallis, Online-Ausgabe: 22.02.2008; Aargauer Zeitung, Basellandschaftliche Zeitung, be.ch, Online-Ausgabe, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Corriere del Ticino, Der Bund, Hotel Revue, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Radio Jura Bernios, Solothurner Zeitung, Walliser Bote: 23.02.2008; TSR: 25.02.2008; expresso, Unter Emmentaler: 26.02.2008).

BAG will Tabaksteuern weiter anheben

Mindestens alle zwei Jahre sollten die Preise für Zigaretten angehoben werden, sagte Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gegenüber der Zeitung «Sonntag». Letztmals sei dies am 1. Januar 2006 der Fall gewesen. Die nächste Erhöhung komme auf Anfang 2009. Der Preis sei sinnvollerweise um 30 bis 50 Rappen zu erhöhen. Die Bitte zuhanden des Finanzministers werde demnächst formuliert. Der Entscheid falle spätestens nach den Sommerferien. Der Preis habe insbesondere bei den Jungen Einfluss auf das Rauchverhalten. Zehn Prozent Preissteigerung ergebe fünf Prozent weniger Raucher. (sda/ats, ap, Basler Zeitung, Online-Ausgabe, Handelszeitung, Online-Ausgabe, Radio Central, Radio DRS/RSI/RSR, Radio Zürisee, SF, Sonntag, Tele Tell, Tele Züri, T-Online, Online-Ausgabe, TSI, TSR: 03.02.20008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Berner Zeitung, Corriere del Ticino, der Bund,  hispeed.ch, Online-Ausgabe, Le Matin, Le Matin Bleu, Le Temps, Neue Luzerner Zeitung, News, Punkt ch,  St.Galler Tagblatt,  Tages-Anzeiger, Teletext SF/TSI/TSR, Teletext Tele Züri, Tribune de Genève, winti-guide, Online-Ausgabe, Volksblatt, Online-Ausgabe: 04.02.2008; Schweizerische Gewerbezeitung: 08.02.2008;  Sonntag: 10.02.2008; 24 Heures, Online-Ausgabe: 11.02.2008; Tribune de Genève, Online-Ausgabe : 12.02.2008; Tages-Anzeiger: 13.02.2008).

Berner Regierungsrat lockert Schutz vor Passivrauchen auf Pausenplätzen

Ende Januar hat der Berner Grosse Rat das revidierte Volksschulgesetz verabschiedet. Somit ist ab dem 1. August 2008 in allen Volksschulhäusern untersagt. Das Parlament hat das Rauchverbot aber ausdrücklich auf die Innenräume beschränkt. Daraufhin hat Grossrat Christoph Grimm (Grüne) mit einem Vorstoss nachgehakt, mit dem er das Rauchen auch auf dem Pausenplatz ausweiten will. Der Regierungsrat hat dies nun aber abgelehnt. Ein solches Rauchverbot sei kaum kontrollierbar. Zudem würden Schulareale auch von Erwachsenen genutzt, etwa an Abendveranstaltungen. Der Forderung von Grossrat Grimm, auf den Schulhöfen Raucherinseln einzurichten unterstützt der Regierungsrat hingegen. Er ist bereit, die Motion in diesem Punkt als Postulat entgegenzunehmen. (Radio Capital FM, Radio DRS: 26.02.2008; 20 Minuten, Berner Rundschau, Berner Zeitung, Der Bund, Punkt.ch: 27.02.2008).

Genfer Stimmvolk nimmt Initiative «Fumée passive et santé» klar an

Am 24. Februar 2008 haben die Genfer Stimmbürger/innen die Initiative «Fumée passive et santé» mit der überwältigenden Mehrheit von 79,2 Prozent angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 61,6 Prozent. Genf wird damit der sechste «Nichtraucher-Kanton» der Schweiz. Die Initiative verlangt einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen in Bars, Restaurants, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie in Verwaltungsgebäuden, Spitälern und Transportmitteln. Separate Raucherzimmer sind nicht erlaubt. In Gefängnissen und Pflegeanstalten darf weiterhin geraucht werden, weil diese als private Räume betrachtet werden. Der Grosse Rat muss jetzt ein Anwendungsgesetz ausarbeiten, damit das Verbot in Kraft treten kann. Eine Übergangsregelung könnte vor dem Sommer 2008 eingesetzt werden. (sda/ats, Cash, Online-Ausgabe, Die Südostschweiz, Online-Ausgabe, edicom.ch, Online-Ausgabe, hebdo.ch, Online-Ausgabe, heute, Online-Ausgabe, Le Quottidien Jurassien, Online-Ausgabe, news, Online-Ausgabe, Radio 24, Radio Basilisk, Radio Central, Radio DRS/RSR, Radio Fréquence Jura, Radio RSI, search.ch, Online-Ausgabe, SF, Sonntag, Online-Ausgabe, SonntagsZeitung, Online-Ausgabe, TSI, TSR, Volksblatt, Online-Ausgabe, Werdenberger & Obertoggenburger, Online-Ausgabe: 24.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Aargauer Zeitung, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Der Bund, Google, Online-Ausgabe, La Côte, Online-Ausgabe, L’Agefi, Le Matin, Le Matin Bleu, Le Temps, Neue Luzerner Zeitung, News, NZZ, Punkt.ch, Radio Energy, Radio RSR, Schaffhauser Nachrichten, Online-Ausgabe, St.Galler Tagblatt, Swissinfo, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Teletext SF/TSI/TSR, Toponline, Online-Ausgabe, Tribune de Genève, TSR: 25.02.2008; Der Bund, La Liberté: 26.02.2008; GastroJournal: 28.02.2008).

Glarus verschiebt kantonale Lösung zum Schutz vor Passivrauchen

Weil der Bund voraussichtlich demnächst den Schutz vor dem Passivrauchen regelt, will auch die landrätliche Kommission des Kantons Glarus davon absehen, auf Kantonsebene ein kurzlebiges Recht zu erlassen. Nach der Regierung hat sich somit auch die landrätliche Kommission dafür ausgesprochen, die Memorialsanträge zu diesem Thema auf die nächste Landsgemeinde 2009 zu verschieben. (Die Südostschweiz: 07.02.2008; Radio Central, Radio DRS: 13.02.2008; Die Südostschweiz, glarus24, Online-Ausgabe: 14.02.2008).

St. Gallen: Volksinitiative zum Schutz vor Passivrauchen angekündigt

Der St. Galler Grosse Rat hat den IX. Nachtrag zum Gesundheitsgesetz in zweiter Lesung ohne Änderungen angenommen. Die Gesetzesvorlage sieht ein grundsätzliches Rauchverbot in Restaurants vor, wobei das Rauchen in abgetrennten Räumlichkeiten, in so genannten Fumoirs, weiterhin erlaubt ist. Die Gemeinden dürfen zudem so genannte Raucherrestaurants bewilligen. Der Lungenliga, der Krebsliga und der Ärztegesellschaft des Kantons St. Gallen gehen die Vorschriften bezüglich des Rauchens, wie sie der Kantonsrat in Restaurants vorsieht, zu wenig weit. Aus diesem Grunde wollen die  drei Organisationen noch diesen Frühling eine Volksinitiative zum Schutz vor Passivrauchen einreichen. (sda/ats, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Google, Online-Ausgabe, hispeed, Online-Ausgabe nachrichten.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Top, Restaurant, Online-Ausgabe, Sonntag, Online-Ausgabe, SonntagsZeitung, Online-Ausgabe, stadt24, Online-Ausgabe, swisscontentcopr., Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Online-Ausgabe, Volksblatt, Online-Ausgabe, zisch, Online-Ausgabe: 18.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures,  Basler Zeitung, Berner Zeitung, Corriere del Ticino, Der Bund, Die Südostschweiz, Le Matin, Le Temps, Linth-Zeitung, News, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Radio DRS, Schaffhauser Nachrichten, Online-Ausgabe, Teletext TSI, T-Online, Online-Ausgabe, toponline, Online-Ausgabe: 19.02.2008; 20 Minuten: 20.02.2008; Die Südostschweiz, St.Galler Tagblatt: 22.02.2008; Wiler Nachrichten: 28.02.2008).

Schutz vor Passivrauchen: Keine Ausnahmen für Tessiner Casinos

Der Schutz vor Passivrauchen in Tessiner Restaurants und Bars soll auch in den Casinos gelten. Das Bundesgericht hat eine entsprechende Beschwerde des Casinos Admiral in Mendrisio zurückgewiesen. Als Reaktion auf die Beschwerde des Casinos hatte die Tessiner Regierung eine einjährige Übergangsfrist für Casinos und Altersheime gewährt, die bis vergangenen August fristgemäss ein Projekt für Raucherzonen eingereicht hatten. Diese separaten Fumoirs sollen bis kommenden 12. April realisiert werden. Dennoch hatte das Casino Admiral an seiner Beschwerde festgehalten. Die Betreiber begründeten dies damit, dass ein totales Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten der juristischen Grundlage entbehre und das Prinzip der Verhältnismässigkeit verletze. (20 Minuten, Corriere del Ticino, La Regione Ticino, Le Matin Bleu, Neue Luzerner Zeitung, swiss-press.com, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger: 27.02.2008; Corriere del Ticino: 28.02.2008).

Uri: Umfangreiche Tabakpräventionsmassnahmen verabschiedet

Der Urner Landrat hat das revidierte Gesundheitsgesetz in zweiter Lesung mit 51 zu 7 Stimmen bei 2 Enthaltungen verabschiedet. Im Gesundheitsgesetz enthalten sind umfassende Massnahmen im Bereich der Tabakprävention. Darunter fallen ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen, ausgenommen in gekennzeichneten und separat entlüfteten Raucherzimmern, die jedoch vom Servicepersonal bedient werden dürfen, ein Werbeverbot für Tabakwaren mit Plakaten und ähnlichen Werbeträgern sowie ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Personen unter 16 Jahren. Nun hat das Urner Volk das letzte Wort. Die Abstimmung findet voraussichtlich am ersten Juni 2008 statt. (Radio Central, Radio DRS: 20.02.2008; Neue Luzerner Zeitung, Neue Urner Zeitung: 21.02.2008; Urner Wochenblatt: 23.02.2008).

Waadt: Kauf von Zigaretten - für Jugendliche ein Kinderspiel

Im Kanton Waadt dürfen seit Anfang 2006 keine Zigaretten und andere Tabakprodukte an unter 18-Jährigen verkauft werden. Testkäufe der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zeigen aber, dass Minderjährige in über 85% der getesteten Verkaufsstellen Zigaretten problemlos beziehen konnten. In vier von fünf Fällen erhielten sogar unter 15-Jährige Zigaretten. Bei den 17-Jährigen lag der Anteil bei über 90%. Nun fordert die SFA einen besseren Vollzug des geltenden Gesetzes. Derzeit kennen elf Kantone ein gesetzliches Mindestalter (16 oder 18 Jahre) für den Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakprodukten. (ap, Blick, Online-Ausgabe, Presse Portal, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Online-Ausgabe, Radio RSR, sfa-isfa.ch, Online-Ausgabe, TSR, zisch, Online-Ausgabe: 21.02.2008; sda/ats, Polizeinews, Online-Ausgabe, Teletext TSITSR: 22.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Aargauer Zeitung, Die Südostschweiz, Le Matin Bleu, Neue Luzerner Zeitung, News, Schweizmagazin, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger: 22.02.2008; Lausanne Cités: 27.02.2008; Terre Vuilleraine: 28.02.2008).

Wallis: Petition für Schutz vor Passivrauchen lanciert

Das Walliser Zentrum für Tabakprävention (CIPRET) hat eine Petition für ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit lanciert. Die Organisation fordert – wie auch verschiedene parlamentarische Vorstösse – ein kantonales Gesetz. Ein Gesetz zu erlassen sei das einzig wirksame Mittel, um die Bevölkerung vor dem Passivrauchen zu schützen. Eine gesamtschweizerische Lösung abzuwarten, hält die Organisation für problematisch. Es könne lange dauern, bis ein nationales Gesetz in Kraft trete. Die Petition könnte zudem eine Signalwirkung für andere Kantone haben. (RZ Oberwallis, Online-Ausgabe: 09.02.2008; sda/ats, 20 Minuten, Online-Ausgabe, 20 Minutes, 24 Heures, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Bluewin, Online-Ausgabe, Die Südostschweiz, Online-Ausgabe, hispeed.ch, Online-Ausgabe, Limmattal, Online-Ausgabe, mzbern, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Rottu, Solothurner Zeitung, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Online-Ausgabe, TSR, Walliser Bote, Werdenberger & Obertoggenburger, Online-Ausgabe, zisch, Online-Ausgabe: 11.02.2008; La Liberté, Le Courrier, Le Quottidien Jurassien, Le Temps, Teletext TSR, Volksblatt, Online-Ausgabe: 12.02.2008).

Wallis: Schutz vor Passivrauchen und Einschränkung der Tabakwerbung

Im Wallis soll künftig in öffentlichen Einrichtungen nicht mehr geraucht werden dürfen. Für die Gastronomie ist das Einrichten von Fumoirs ohne Bedienung erlaubt. Die Werbung für Tabakprodukte auf öffentlichem und von dort aus sichtbarem Grund wird ebenfalls eingeschränkt. Der Walliser Grosse Rat hat am 14. Februar entsprechende Regelungen im Gesundheitsgesetz mit 75 zu 31 Stimmen bei 9 Enthaltungen verabschiedet. Ein politisch breit abgestütztes Komitee hat darauf das Referendum gegen den Schutz vor Passivrauchen in öffentlichen Räumen angekündigt. Sie haben bis am 5. Juni 2008 Zeit, die 3'000 nötigen Unterschriften zu hinterlegen. Läuft die Referendumsfrist ungenutzt aus, tritt das revidierte Gesundheitsgesetz im Januar 2009 in Kraft. (sda/ats, Bluewin, Online-Ausgabe, edicom.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, swissinfo, Online-Ausgabe, Tribune de Genève, Online-Ausgabe, TSR: 13.02.2008; sda/ats, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Bluewin, Online-Ausgabe, heute, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Matin, Le Matin Bleu, Le Nouvelliste, Le Temps, nachrichten.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS/RSI/RSR, Sonntag, Online-Ausgabe, Teletext TSR, TSR, Walliser Bote, zisch, Online-Ausgabe: 14.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Hebdo, Online-Ausgabe, Le Matin Bleu, Le Nouvelliste, Le Temps, News, NZZ, Radio DRS, SF, Tribune de Genève: 15.02.2008; 24 Heures, Basler Zeitung, Blick, Corriere del Ticino, Der Bund, Die Südostschweiz, Walliser Bote: 16.02.2008; Le Nouvelliste, Radio DRS: 20.02.2008; sda/ats, Le Nouvelliste, GastroJournal: 21.02.2008; Le Temps: 23.02.2008, GastroJournal: 28.02.2008).

Zürich: Gegenvorschlag zur Initiative «Schutz vor Passivrauchen»

Die kantonsrätliche Kommission hat einen Gegenvorschlag zur Initiative «Schutz vor Passivrauchen» der Lungenliga Zürich ausgearbeitet. Sie legt eine Änderung des Gastgewerbegesetzes vor, in der verschiedene Ausnahmen geregelt sind. Die Kommission schlägt vor, dass kleine Restaurants, wo kein Raucherraum abgetrennt werden kann, vom Verbot ausgenommen bleiben. Auch an Veranstaltungen in mobilen Gastwirtschaften wie Festzelten, die sich vorwiegend an Erwachsene richten, soll weiterhin geraucht werden dürfen. Gemäss Vorschlag soll in Raucherräumen auch bedient werde. Allerdings nur von Serviceangestellten, die dazu freiwillig bereits sind. Diese Bereitschaft sollen sie in einer schriftlichen Erklärung festhalten. Das Kantonsparlament berät Initiative und Gegenvorschlag im März in erster Lesung. (sda/ats, Radio DRS, Radio Energy, Radio Sunshine, Radio Top,  Radio Zürisee, Tele Züri: 29.02.2008).

WHO-Bericht: Rauchen ist weltweit die führende vermeidbare Todesursache

Alle sechs Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen des Rauchens. Tabak ist damit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die weltweit führende vermeidbare Todesursache. Im 20. Jahrhundert habe das Rauchen 100 Millionen Menschen getötet, heisst es im ersten umfassenden Welt-Tabak-Bericht der WHO. Ohne Eindämmung des zunehmenden Tabakkonsums könnten es im 21. Jahrhundert eine Milliarde Tote werden. (sda/ats, Radio RSR, Rheintalische Volkszeitung, Online-Ausgabe,  zisch, Online-Ausgabe: 07.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Die Südostschweiz, Online-Ausgabe, Google, Online-Ausgabe, Le Matin, Le Nouvelliste, Online-Ausgabe, Le Quottidien Jurassien, Le Temps, News, Radio DRS, Teletext TSI/TSR: 08.02.2008; L’Express, Online-Ausgabe: 09.02.2008; Medical Tribune: 22.02.2008).

WHO: Massnahmen gegen den Tabakschmuggel

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat anlässlich eines Treffens der Mitgliedstaaten in Genf den Vorsatz gefasst, bis 2010 ein internationales Abkommen mit Massnahmen gegen den Tabakschmuggel zu verabschieden. Dieses soll das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC), welches seit Februar 2005 in Kraft ist, ergänzen. Der Tabakschmuggel mache insgesamt rund zehn Prozent des globalen Tabakverkaufs aus und koste die Staaten jährlich zwischen 40 und 50 Milliarden Dollar. Die Tabakindustrie wird verdächtigt, Schmugglernetzwerke zu unterstützen, um dadurch in noch unerschlossenen Märkten Fuss zu fassen. (sda/ats, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Tribune de Genève, Online-Ausgabe: 15.02.2008; swissinfo, Online-Ausgabe: 16.02.2008; Le Nouvelliste, Online-Ausgabe: 18.02.2008; Le Courrier: 19.02.2008).

Thailand: Schutz vor Passivrauchen in Bars und Discotheken

Seit dem elften Februar gilt in Thailand ein absolutes Rauchverbot in Bars, Clubs und Diskotheken. Die Regierung will drei Monate warten, ehe sie bei fehlbaren Rauchern Geldstrafen in der Höhe von umgerechnet 70 Franken einfordert. Bar- und Club-Betreiber, die das Rauchen nicht unterbinden, werden rund das Zehnfache zahlen müssen. In Restaurants und anderen Öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen bereits verboten. (sda/ats, Basler Zeitung, Online-Ausgabe: 10.02.2008; 20 Minuten, Berner Zeitung, Blick, edicom.ch, Online-Ausgabe, Schaffhauser Nachrichten, Online-Ausgabe: 11.02.2008; Le Matin: 12.02.2008; Schweiz Touristik, Online-Ausgabe: 15.02.2008).

Italien: Weniger Infarkte seit Rauchverbot

Die Zahl der Herzinfarkte ist in Italien schon kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz vor Passivrauchen in öffentlichen Räumen im Januar 2005 deutlich gesunken. Das geht aus einer Studie der römischen Gesundheitsbehörde ASL hervor. Bei den 35- bis 64-Jährigen gab es demnach 11,2 Prozent weniger Herzinfarkte als in den Vorjahren. Bei den 65- bis 74-Jährigen waren es 7,9 Prozent weniger. (Le Matin, Online-Ausgabe, Le Temps: 13.02.2008; Tages-Anzeiger: 14.02.2008; heute: 19.02.2008; sda/ats: 20.02.2008; Basler Zeitung, Die Südostschweiz, News, NZZ, Punkt.ch: 21.02.2008).

Frankreich: Weniger Infarkte seit Rauchverbot

Zwei Monate nach in Kraft treten des umfassenden Schutzes vor Passivrauchen in öffentlichen Räumen ist bereits eine merklicher Rückgang von zerebral-vaskulären Erkrankungen – von Schlaganfällen und Herzinfarkten – auszumachen. Laut einer Untersuchung des französischen Gesundheitsministeriums gab es 15 Prozent weniger Infarkte als im Vorjahr. Vor allem bei der Gruppe der unter 65-Jährigen ist ein starker Rückgang festzustellen. (Bluewin, Online-Ausgabe, edicom, Online-Ausgabe, Google, Online-Ausgabe, Hebdo, Online-Ausgabe, Le Matin, Online-Ausgabe: 23.02.2008; Le Temps: 25.02.2008).

Frankreich: Umsatzrückgang im Gastgewerbe

Seit bald zwei Monaten gilt in Frankreich ein umfassender Schutz vor Passivrauchen im öffentlichen Raum. Die Konsequenz fürs Gastgewerbe insgesamt ist ein Umsatzrückgang von sechs Prozent, wie eine Untersuchung der «Union des métiers et industries de l’hôtellerie» (Umih) ergeben hat. Noch mehr getroffen sind die allgegenwärtigen «Bars-Tabacs». Sie melden zwölf Prozent Umsatzrückgang dort, wo der Tabakverkauf mit einer Brasserie verbunden ist. Gar 20 Prozent Umsatzrückgang beklagen reine «Bars-Tabacs». (Le Matin: 02.02.2008; sda/ats: 04.02.2008; L’Agefi, Online-Ausgabe, Le Matin, Online-Ausgabe: 19.02.2008; GastroJournal: 21.02.2008).

CIPRET Wallis: Studie zum Passivrauchen

Das Servicepersonal in Restaurants, Bars oder Discos inhaliert täglich ein Äquivalent von 15 bis 38 Zigaretten. Zu diesem Ergebnis kommt das Walliser Zentrum für Tabakprävention (CIPRET). Die letztes Jahr im Wallis durchgeführte Studie ist eine der ersten Untersuchungen, die den Nikotingehalt des Passivrauchs in einem Raum misst und diesen in die entsprechende Anzahl Zigaretten umwandelt. Die Studie wurde vom Westschweizer Institut für Arbeitsgesundheit in Lausanne durchgeführt. (Le Nouvelliste: 09.02.2008; Google, Online-Ausgabe: 11.02.2008; sda/ats, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Bluewin, Online-Ausgabe, Bote der Urschweiz, Online-Ausgabe, edicom.ch, Online-Ausgabe, espace.ch, Online-Ausgabe, Hebdo, Online-Ausgabe,heute, IZA, L’Express, Online-Ausgabe, Limmattal, Online-Ausgabe, L’Impartial, Online-Ausgabe, mzbern, Online-Ausgabe, News, Online-Ausgabe, Oltern Tagblatt, Online-Ausgabe, Radio 24, Radio Capital FM, Radio Central, Radio DRS/RSR, Radio Jura bernois, Radio Rottu, Radio Sunshine, Radio Top, Radio Zürisee, Rheintalische Volkszeitung, Online-Ausgabe, rtn.ch, Online-Ausgabe, search.ch, Online-Ausgabe, Solothurner Zeitung, Online-Ausgabe, Sonntag, Online-Ausgabe, SonntagsZeitung, Online-Ausgabe, st.gallen.ch, Online-Ausgabe, swissinfo, Online-Ausgabe, Tele Züri,  TSR, Online-Ausgabe, Urner Wochenblatt, Volksblatt, Online-Ausgabe, wiggertal.ch, Online-Ausgabe, Zofinger Tagblatt, Online-Ausgabe: 13.02.2008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Basler Zeitung, Berner Zeitung, Bieler Tagblatt, Die Südostschweiz, espace.ch, Online-Ausgabe, evppev.ch, Online-Ausgabe, Freiburger Nachrichten, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Matin Bleu, Le Nouvelliste, Le Quotidien Jurassien, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Radio Sunshine, Online-Ausgabe, SF, Online-Ausgabe, Sprechzimmer, Online-Ausgabe, swissinfo, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Teletext TSI/TSR, toponline, Online-Ausgabe, Tribune de Genève: 14.02.2008; 20 Minuten: 15.02.2008; Tages-Anzeiger: 16.02.2008; expresso: 26.02.2008).

World Cancer Campaign – I love my smoke-free childhood

Die internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) hat am 4. Februar 2008 eine internationale Kampagne zum Schutz der Kinder vor dem Passivrauchen lanciert. Weltweit sei fast die Hälfte aller Schulkinder regelmässig dem Passivrauchen ausgesetzt. Die Kampagne fordert die Gesellschaft auf, die Kinder vor Passivrauch und den daraus resultierenden chronischen Gesundheitsrisiken wie Bronchitis, Lungenentzündung und Asthma zu schützen. Die Krebsliga Schweiz hat sich der internationalen Kampagne angeschlossen. (ap, Basler Zeitung, Online-Ausgabe, Berner Zeitung, Radio Capital FM, Radio Central, Radio DRS, search.ch, Online-Ausgabe, SF, Teletext SF/TSI/TSR: 04.02.2008; 20 Minuten, Online-Ausgabe, Aargauer Zeitung, Google, Online-Ausgabe, Le Matin Bleu, News, Sprechzimmer, Online-Ausgabe, Tribune de Genève: 05.02.2008; St.Galler Tagblatt; 09.02.2008).

Vernebelung - Wie die Tabakindustrie die Wissenschaft kauft

In ihrem 2005 erschienenen Buch «Infiltration: Une taupe à la solde de Philip Morris» beleuchten Sophie Malka und Marco Gregori den Wissenschaftsbetrug des Genfer Medizinprofessors Rylander und die Machenschaften der Tabakindustrie. Der Fall stellt ein typisches Beispiel für die Unterwanderung der Wissenschaft durch die Tabakindustrie dar. Am 16. Februar 2008 ist auf Initiative der Lungenliga Schweiz und mit der Unterstützung des Tabakpräventionsfonds die deutschsprachige Ausgabe im Orell Füssli Verlag erschienen. (Presse Portal: 12.02.2008; Schweizermagazin, Online-Ausgabe: 13.02.2008; Radio DRS: 16.02.2008).

Ende Feuer in der Rekrutenschule

Das Rauchstopp-Programm für Rekruten wird nun auch in der Westschweiz und im Tessin getestet. Ab März können Rekruten in Airolo (TI), Moudon (VD) und Payerne (VD) daran teilnehmen. Bisher haben 130 Rekruten in Aarau, Frauenfeld und Thun vom Programm Gebrauch gemacht. (Berner Oberländer: 14.02.2008; sda/ats, NZZ am Sonntag, Radio RSI/TSI: 17.02.20008; 20 Minuten, 20 Minutes, 24 Heures, Berner Zeitung, Corriere del Ticino, Der Bund, Le Matin Bleu, News, Punkt.ch, Tribune de Genève: 18.02.2008; La Liberté: 26.02.2008).

Zigarettenverkäufe so tief wie vor 40 Jahren

2007 sind in der Schweiz 625 Millionen Packungen Zigaretten verkauft worden. Das sind so wenige wie seit 40 Jahren nicht mehr. Allein gegenüber 2006 ging der Verkauf um 30 Millionen Packungen zurück. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen – insbesondere der Behörden – wegen der immer höheren Tabaksteuern. Laut Oberzolldirektion ist die Steuererhöhung einer der Gründe für den Rückgang der Verkäufe. Auf der anderen Seite hätten auch die Präventionskampagnen Wirkung gezeigt. (SF: 07.02.2008; sda/ats, 20 Minuten, 20 Minutes, Online-Ausgabe, ap, Bieler Tagblatt, Online-Ausgabe, Bluewin, Online-Ausgabe, Die Südostschweiz, Online-Ausgabe, e-sider, Online-Ausgabe, espace.ch, Online-Ausgabe, Hebdo, Online-Ausgabe, hispeed, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Nouvelliste, Online-Ausgabe, Le Quotidien Jurassien, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, nachrichten.ch, Online-Ausgabe, NZZ, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Radio 24, Radio Capital FM, Radio DRS/RSI/RSR, Radio Fréquence Jura, Radio Jura Bernois, Radio Top, Radio Zürisee, rtn.ch, Online-Ausgabe, SF, SonntagsZeitung, Online-Ausgabe, swisscontentcorp., Online-Ausgabe, swissquote, Online-Ausgabe, Tele Bärn, Teletext SF, T-online, Online-Ausgabe, TSR, zisch, Online-Ausgabe: 08.02.2008; Aargauer Zeitung Basler Zeitung, Berner Zeitung, Corriere del Ticino, Der Bund, Google, Online-Ausgabe, Neue Luzerner Zeitung, Neues Bülacher Tagblatt, News, Online-Ausgabe, Schaffhauser Nachrichten, Online-Ausgabe, Sprechzimmer, Online-Ausgabe, St.Galler Tagblatt, swissinfo, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Teletext TSI/TSR, toponline, Tribune de Genève : 09.02.2008; TSR, Volksblatt: 12.02.2008; GastroJournal: 14.02.2008).

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